Camping – Raus in die Natur

Wie ich schon mal erwähnt hatte, haben wir noch keine gute Wohnsituation um den Bedürfnissen unserer beiden Kleinen gerecht zu werden. Als wir nun für ein verlängertes Wochenende auf Fehmarn in den Wohnwagen der Oma gefahren sind (zum dritten Mal), haben wir die Freiheit gespürt, die wir uns so sehr wünschen. Man konnte praktisch zusehen, wie die beiden aufblühten und was für Fortschritte sie machten, war enorm. Das Laufrad steht bei uns, seit unser ältester Ende letzten Jahres 2 Jahre alt wurde. Bislang konnten wir ihn nie dafür begeistern, egal wie oft er andere Kinder bewundern konnte, die viel Spaß beim Ausprobieren haben. Aus irgendeinem Grund bat ich jedoch trotzdem meinen Mann das Rad in das ohnehin schon bis oben vollgepacktes Auto zu stopfen. Und siehe da, es wurde gut genutzt. Wir nahmen für unseren Kleinsten das Wutschrad (von Puky) mit, doch am Ende lernten beide mit dem Laufrad zu fahren und stritten sich darum. Also wird es wohl bald Zeit für ein zweites.

Campen macht alles so einfach

Das Schöne am Camping ist, dass man so gut wie den ganzen Tag draußen verbringt und das macht sich auch an den Kindern bemerkbar. Sie fallen in den Mittagsschlaf ohne lange Prozedur. Und natürlich sind sie super glücklich! Endlich darf man Steine ins Wasser werfen, stundenlang im Sand buddeln und (mindestens) halbnackt herumlaufen.
Aber auch wir selbst spüren, was uns im Alltag fehlt. Die Einfachheit der Dinge, der Anforderungen. Keine Ablenkungen durch Computer, Fernseher, Telefon. Das Meeresrauschen genießen und zusehen, wie glücklich die Kinder über ein paar Steine sein können.
Da kommen dann wieder unsere Überlegungen, wie wir unser Leben leben möchten. Und vor allem wo. Ich bin nicht so auswanderungslustig, bewundere aber die anderen Familien, die sich dafür entscheiden und es umsetzen. Mir wäre es lieber endlich mal sesshaft zu werden und ein festes Umfeld zu haben. Doch dafür müsste man natürlich wissen, wo das sein soll. Daher überlegen wir, ob wir nicht mal eine Zeit lang einfach weg und campen gehen sollen. Dieses Mal aber für eine längere Zeit am Stück. Vielleicht wird dann doch noch klarer was wir wollen. Und unsere Kinder bekommen das Leben Natur pur, so wie wir es gerne für sie hätten. Wenn sie in 5 Tagen Laufrad fahren lernen, was werden sie wohl nach ein paar Wochen entwickelt haben?

Camping auf Fehmarn

Fehmarn ist ein Standort der durch seine Naturstrände besticht. Es ist dort alles auf den Tourismus und im Speziellen auf Familien ausgerichtet. Die Preise sind daher in der Hochsaison meiner Meinung nach übertrieben. Doch wird dies an den meisten Küsten zu dieser Zeit der Fall sein. Dafür ist es sehr ruhig und angenehm, wenn nicht gerade Ferienzeit ist. Was uns am meisten stört ist die lange Anfahrt. Es sind 630 km Fahrt für uns. Mit den beiden Kleinen brauchen wir dafür so um die 9 Stunden. Das ist wirklich lang, wenn man bedenkt wo man ansonsten in der Zeit sein könnte. Mein Mann war daher sehr skeptisch, ob wir hier öfter hinfahren würden. Doch ist es auch eine gute Gelegenheit auszuprobieren, wie es ist, wirklich weit weg von allem zu sein. Im Grunde könnte man auch in Thailand oder sonst wo sein, hier wird man genauso wenig Besuch von Familie oder Freunden zu erwarten haben. Falls wir es also wirklich tun und für ein paar Wochen oder sogar Monate dorthin „abtauchen“, werde ich natürlich darüber berichten.
Campen ist ein bisschen wie Marzipan oder Lakritze: entweder man liebt es oder man hasst es. Doch alle Kinder lieben es…

Viel Spaß euch Campern da draußen. Wo verschlägt es euch hin, welche Orte könnt ihr für Familien empfehlen?Eure-Anabel[templatera id=”5708″]

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