5 Tipps zur Bindungsförderung während der Schwangerschaft

Bindung von Anfang an ist ein oft noch sehr unterschätztes Thema, da das Bild vom Baby im Mutterbauch sehr lange Zeit ein sehr passives, bzw. “unkommunikatives” war. Man ging davon aus, dass Babys noch nichts fühlen oder wahrnehmen können und daher auch nicht in der Lage sind zu kommunizieren.

Die pränatale Psychologie stellt einige Forschung hierzu an und konnte viele der alten Einschätzungen widerlegen. Tatsächlich ist es so, dass die Zeit der Schwangerschaft mit die prägendste Zeit in unserem Leben ist. Hier wird der Grundstein für das gesamte weitere Leben gelegt. Die Bindung spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Denn auch schwierige Phasen der Schwangerschaft oder Schicksalsschläge können von Mutter und Baby gut verarbeitet werden, wenn sie in einem sicheren Kontakt miteinander stehen und das Baby in die Prozesse der Mutter mit integriert wird.

Umgekehrt können sich durch solch unaufgearbeitete Themen im Erwachsenenalter Schwierigkeiten zeigen, die aus dieser Zeit herrühren. Ein bekanntes Beispiel ist hierfür konstanter Stress in der Schwangerschaft. Diese Babys, die diesem Stress ausgesetzt sind, gehen von einer herausfordernden Umwelt aus. Sie sind später erwiesener Maßen nicht so resistent gegen Stress wie Babys, die ohne diesen Faktor ihre Schwangerschaft erleben konnten.

In diesem Artikel gebe ich euch 5 Tipps zur Intensivierung der Bindung zwischen euch und eurem Baby:

1.Berührung

Babys sind im Bauch der Mutter IMMER berührt. Sie kennen keinen anderen Zustand. Da ihre Haut, unser größtes Organ, noch sehr, sehr sensibel ist, läuft die meist Kommunikation tatsächlich über sie ab. Das heißt, mit der Berührung am Bauch und vielleicht der Einladung in die Hand kann ich Geborgenheit und Sicherheit vermitteln, mit dem Baby spielen und mit ihm kommunizieren.

 2. Sprache

Mit dem Baby sprechen und es über das was im Alltag geschieht auf dem Laufenden halten. Vor allem wenn man starke Emotionen verspürt, wie Trauer, Ärger, Angst, ist es förderlich, diese dem Baby zu erklären. Es ist wichtig, dass die Babys lernen, dass nicht alle Emotionen zu ihnen gehören. Denn sie sind so stark mit der Mama verschmolzen, dass ihnen dies noch sehr schwer fällt. Daher ist es sinnvoll, die eigenen Gefühle immer mal wieder von denen des Babys zu trennen. Also etwa so: “ Ich bin traurig, nicht du. Das sind meine Gefühle, nicht deine.”

3. Innere Bilderwelt

Die inneren Bilder sind ein schönes Werkzeug um Kommunikation und Bindung aufzubauen. Dabei kann  man den “Kanal” wunderbar für beide Seiten offen halten, indem man dem Baby Bilder schickt, wie die Welt aussieht in die es geboren wird, wie es gehalten und geliebt wird, sobald es auf der Welt ist. Man kann aber auch in sich gehen und in der Ruhe wahrnehmen, ob man Bilder sieht, die einem etwas mitteilen möchten, also die vom Baby kommen. Immerhin ist man dem Baby nie wieder auf diese Weise so nah, wie jetzt: 2 Seelen, die man in sich trägt. Einfach unglaublich!

4. Das eigene Bindungsverhalten überprüfen

Jeder Mensch war in dem Bauch seiner Mutter und jeder Mensch wurde geboren. Das ist eine Erfahrung, die wir alle gemacht haben. Und so wurden wir alle auf ganz unterschiedliche Weise geprägt. Auch unsere Bindung wurde geprägt: konnte ich sichere Bindungserfahrungen machen, unsichere, ambivalente usw. Natürlich haben wir nicht nur in dieser Zeit Erfahrungen gesammelt, doch stellen sie die Grundlage für alle weiteren Erfahrungen dar. Als Erwachsener hat man dann ein bestimmtes Bindungsverhalten, welches sie unweigerlich auf die Bindung zum Kind und somit auch auf sein Bindungsverhalten auswirkt. Daher lohnt es sich zu schauen, welche Bindungsmuster sich über die Zeit gefestigt haben, um in eine sichere Bindung mit dem Kind treten zu können.

5. Kreativ sein

Dieser Punkt ist ein schönes Beispiel aus dem FlowBirthing Kurs. Um in die weibliche Kraft oder auch als Mann in die Schöpfungskraft zu kommen, ist alles was uns schöpferisch werden lässt, förderlich. Sei es Malen, Gesang, Tanz… Einfach alles, wo wir etwas erschaffen und unser Inneres nach Außen wenden. Dies bringt uns uns selbst näher und somit auch ganz automatisch dem ungeborenen Baby. Denn nur, wenn ich eine gewisse Selbstanbindung an mich und meine inneren Zustände habe, bin ich offen und erreichbar für andere Menschen, die “An-Bindung” zu mir suchen. Und jedes Baby sucht den Kontakt zur Mutter, auch schon im Bauch!

Lasst euch inspirieren und probiert aus, was der für euch passende Zugang zu euch und eurem Baby ist. Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Erforschen euer Selbst und beim Entdecken all der Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn man in einem konstanten und innigen Kontakt zum Baby steht – von Anfang an![/vc_column_text][templatera id=“5710″]

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